Deutsche Möbelausfuhren liegen im ersten Quartal 2025 auf Vorjahresniveau

4. Juni 2025

BAD HONNEF/HERFORD. Das Exportgeschäft der deutschen Möbelbranche hat sich im ersten Quartal dieses Jahres stabilisiert. Die Möbelausfuhren erreichten laut der vorläufigen Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamts mit rund 2 Milliarden Euro nahezu das Vorjahresniveau (minus 0,5 Prozent), nachdem im Gesamtjahr 2024 noch ein Rückgang von 5,5 Prozent verzeichnet worden war.

Die Entwicklung auf den wichtigsten Auslandsmärkten verlief unterdessen im Auftaktquartal uneinheitlich. Die deutschen Möbellieferungen auf den Hauptabsatzmarkt Frankreich sanken um 2,2 Prozent auf 317 Millionen Euro. Auch die Ausfuhren nach Österreich (minus 0,3 Prozent), in die Niederlande (minus 2,2 Prozent), in das Vereinigte Königreich (minus 7,4 Prozent) und nach Belgien (minus 2,1 Prozent) gaben nach. Erfreulich entwickelten sich dagegen die Exporte in die Schweiz (plus 2,9 Prozent), die zweitwichtigste Absatzregion. Deutliche Zuwächse gelangen auch in Italien (plus 8,9 Prozent) sowie in Spanien (plus 11,6 Prozent), dem derzeit am schnellsten wachsenden Wohnungsmarkt in Europa. Die Möbelexporte in die Vereinigten Staaten wuchsen ebenfalls kräftig um 9,6 Prozent. „Beim Anstieg der Möbelausfuhren auf den amerikanischen Markt haben möglicherweise Vorzieheffekte infolge der drohenden US-Zölle eine Rolle gespielt“, sagt Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK).

Einfluss hatte die amerikanische Handelspolitik nach Einschätzung von Kurth auch auf die Entwicklung der Möbelimporte nach Deutschland, die um 17 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro anzogen. So sei der starke Anstieg der Importe aus China (plus 37 Prozent) und Vietnam (plus 23,5 Prozent) vermutlich teils auf Umlenkungseffekte infolge der US-Zollpolitik zurückzuführen. China rückte damit wieder auf Platz eins der Lieferländer vor Polen. „In einem ohnehin schon anspruchsvollen Marktumfeld in Deutschland erhöhen die zusätzlichen Mengen aus Asien den Druck auf unsere Hersteller noch weiter”, so Kurth.

Neueste Beiträge

Deutsche Polstermöbelindustrie steht weiter vor großen Herausforderungen 

HERFORD. Die deutschen Polstermöbelhersteller haben in den ersten sieben Monaten dieses Jahres Umsatzrückgänge von rund 7 Prozent verzeichnet. Der Gesamtumsatz beträgt rund 540 Millionen Euro …

Umsatz der deutschen Möbelindustrie liegt im ersten Halbjahr um 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau

BAD HONNEF/HERFORD. Die deutsche Möbelindustrie hat laut amtlicher Statistik in der ersten Hälfte dieses Jahres rund 7,9 Milliarden Euro umgesetzt, ein Minus von 5,1 Prozent …

Alfons Schmunkamp als Verbands-Vorsitzender wiedergewählt

Oldenburg, 30.06.2025. Bisheriger und neuer Vorsitzender des Landesverband Niedersachsen und Bremen der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie e. V. ist Alfons Schmunkamp. Die Mitgliederversammlung bestätigte …

Deutsche Möbelausfuhren liegen im ersten Quartal 2025 auf Vorjahresniveau

BAD HONNEF/HERFORD. Das Exportgeschäft der deutschen Möbelbranche hat sich im ersten Quartal dieses Jahres stabilisiert. Die Möbelausfuhren erreichten laut der vorläufigen Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamts …

Deutsche Möbelindustrie setzt im ersten Quartal 4,6 Prozent weniger um

BAD HONNEF/HERFORD. Die deutsche Möbelindustrie hat im ersten Quartal dieses Jahres laut amtlicher Statistik einen Umsatz von rund 3,9 Milliarden Euro erzielt, ein Rückgang …

Alle Beiträge